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Die Sauerstoff-Langzeittherapie (SMT)

Die Sauerstofftherapie wird langfristig durchgeführt und soll täglich mindestens 16 Stunden angewendet werden, auch über Nacht. Eine kurze Sauerstoffzufuhr, wie beispielsweise in der Notfallmedizin oder als „Sauerstoffdusche", kann den erwünschten therapeutischen Erfolg nicht herbeiführen. Auch die so genannte Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie - ein alternativmedizinisches Verfahren nach Manfred von Ardenne - ist bei den oben genannten Voraussetzungen keine ausreichende Behandlung. Nur bei der Sauerstoff-Langzeittherapie übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten, wenn eine entsprechende Indikation vorliegt.

Der Sauerstoff wird in der Regel über eine „Nasenbrille" (eine nicht abgedichtete Nasensonde aus Kunststoff) zugeführt, wobei die Menge individuell ermittelt ist. Der PaO2-Wert sollte mit O2-Gabe mindestens 65 mm Hg (8,7 kPa) erreichen. In Sonderfällen kann für die O2-Zufuhr ein Katheter verwendet werden, der durch eine Punktion der Luftröhre von außen eingelegt wird.[6]

Sauerstoffsysteme

  • Eine günstige Möglichkeit der Sauerstoffversorgung bietet ein Sauerstoffkonzentrator, der am häuslichen Stromnetz betrieben werden kann. Dabei wird der Sauerstoff über einen Membranfilter physikalisch aus der Umgebungsluft „gesiebt". Für Patienten, die noch mobil sind, eignen sich diese schweren und kabelgebundenen Geräte jedoch nicht.
  • Flüssigsauerstoffsysteme enthalten tiefgekühlten (minus 183 °C) und in thermoisolierte Tanks abgefüllten Sauerstoff. Sie sind besonders für mobile Patienten geeignet und für solche, deren O2-Wert sich unter Belastung stark verschlechtert oder die einen erhöhten O2-Bedarf (über 4 l/min) haben. Dazu gibt es kleinere, tragbare Geräte („Satelliten"), die eine Sauerstoffzufuhr außer Haus oder beim Arbeiten ermöglichen. Ihr Volumen reicht, je nach eingestellter Gasmenge, etwa zwei bis acht Stunden. Sie können vom Patienten selbst am „großen" Tank nachgefüllt werden.
  • Druckgasflaschen, die gelegentlich noch verordnet werden, sind wegen ihres Gewichts wenig geeignet und zudem vergleichsweise teuer, auch wenn sie mit Sauerstoffsparsystemen betrieben werden.
  • O-PUR-Sauerstoff-Einwegstahlflaschen und -Aerosoldosen sind extrem teuer und für die Langzeittherapie ungeeignet. Bei einem Bedarf von einem Liter pro Minute reicht eine Aerosoldose für zwei bis acht Minuten.


    Quelle: WIKIPEDIA (Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.)